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Spenden- und Hilfsaktion für Serbien

CITY CHURCH CARES setzt sich für die  Opfer der Flut in Serbien und Bosnien und Herzegowina ein.

Mitte Mai suchte eine Flutwelle den Balkan heim, wie seit 120 Jahren nicht mehr. Es fiel an vier Tagen so viel Regen, wie sonst in drei Monaten insgesamt. Rund 1,3 Millionen Menschen sind seit dem von den verheerenden Folgen der Fluten betroffen und blieben ohne ihre Häuser, welche durch die Überschwemmung, oder von Schlammlawinen mitgerissen wurden und komplett zerstört wurden. Zehntausende mussten ihre Häuser  verlassen und wurden in Notlagern untergebracht. Hinzu kam noch die Gefahr durch Minen, welche das Wasser mit angeschwemmt hatte und  ebenso wurde auch der Seuchenalarm aktiviert, ausgelöst durch Tierkadaver, welche im Wasser trieben. Besonders betroffen waren die Gebiete um Doboj und Brcko (Bosnien und Herzegowina), Gunja (Kroatien) und Obrenovac und Krupanj (Serbien).

Unter dem Motto „City Church Cares“ rief die FeG City Church Andernach zu einer Spende – und Sammelaktion auf und organisierte den  Transport und die Verteilung von Hilfsgütern in den betroffenen Regionen.

Innerhalb von wenigen Tagen kamen sehr viele Spenden zusammen. Viele Organisationen, aber auch der „Nachbar von neben an“  fühlte sich angesprochen und sammelte mit. Das war sehr bewegend für uns alle.

Besonderen Dank richten wir an die AWO Asbach (Kleiderkammer), die fleißig gesammelt hat, Deutsche Welle Bonn, Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, DJK Andernach / Basketball, VCN Neuwied (ermöglichte uns die Nutzung eines Transporters, G&G electronics GmbH (ermöglichte uns ebenfalls die Nutzung eines Transporters), UPS Köln/Bonn (Damir Mesic) und Frau Mathilde Schmidt (Andernach), die leidenschaftlich in der ganzen Nachbarschaft eine Garage voll gemacht hatte. Danke auch an alle, die hier nicht explizit erwähnt wurden.

Mit 2 voll geladenen 3,5 t Transporten und einem 5-köpfigen Helferteam ging es dann am 06.06.2014 abends in Richtung Kroatien los. Die Reise führte uns über Österreich, Slowenien nach Kroatien in die Stadt Županja. Die Menschen aus dem Überschwemmungsgebiet Gunja wurden alle in Županja in Notunterkünften untergebracht. Das Gebiet um Gunja war abgesperrt und nur durch die Armee betretbar. Wir konnten in Županja dem Ortsvorsteher, der zuständig ist für die Notunterkünfte und diese betreut, die Hilfsgüter persönlich abgeben. Am nächsten Morgen wurden diese auch an die betroffenen Familien verteilt.

Die Fahrt ging dann weiter nach Bosnien und Herzegowina. Es war sehr schwierig, die betroffenen Gebiete zu erreichen, schlichtweg unmöglich, da alle Brücken um Br?ko herum eingestürzt waren und auch die Gebiete um Doboj abgesperrt waren. Nur das Rote Kreuz, die Armee und die Polizei durften in die betroffenen Gebiete hinein. Die Notunterkünfte für die Flutopfer waren in Brcko und Banja Luka angesiedelt worden. In Brcko haben wir den Koordinator des roten Kreuzes für alle Betroffen Gebiete in Bosnien getroffen. Er hat die Hilfsgüter entgegengenommen, um diese dann an die betroffenen Flutopfer in mehreren Notunterkünften zwischen Brcko und Banja Luka zu verteilen. Viele Jugendliche, die vor Ort waren, waren sehr hilfsbereit und leerten mit uns den Transporter.

Der letzte Teil der 3-tätigen Reise führte uns nach Belgrad Serbien. Im Vorfeld verhinderten leider die Behörden die Mitnahme der Sachspenden. Ganz Serbien hatte mitgespendet und die Angst vor Second Hand Shops wuchs. Menschen, die eine Katastrophe mal wieder ausnutzen wollen, um Geld zu machen. Die Serbische Botschaft bat uns, erst einmal Bosnien und Kroatien mit den Sachspenden zu helfen, wo es an Kleidung und Hygieneartikeln fehlt. Wir sollten in den Krisengebieten in Serbien vor Ort Nahrungsmittel und Hygieneartikel kaufen, wenn wir genug Spenden zusammenbekommen würden, so der Sprecher aus Serbien. Und so nahmen wir die zusammengekommenen Spendengelder und kauften große Mengen an Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln für die Flutopfer. Die betroffenen Gebiete waren von der Armee abgeriegelt worden. Das schöne war aber, dass wir durch einen Helfer des Taucherrettungsteams die Möglichkeit erhielten, tatsächlich zu den Betroffenen durchzudringen und die dringend benötigen Spenden an der Sammelstelle von Obrenovac direkt zu verteilen. Die Situation vor Ort war bedrückend. Viele Menschen, die alles verloren hatten, stehen dort täglich an um die nötigsten Lebensmittel und Hygieneartikel zu erhalten. Wir durften die Lebensmittel und Hygieneartikel an die Menschen verteilen.

Den Dank, den wir vor Ort erlebt haben, möchten wir gerne an Sie weitergeben. Eine unglaubliche Erfahrung, wie man mit wenig Mitteln, etwas ganz ganz Großes erreichen kann. Ohne Ihre Hilfe wäre dies alles nicht möglich gewesen. Sie haben zu einem besonderen Erlebnis beigetragen. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken und auch für Ihr Engagement.